Die Auswirkung auf unser Dorf:

Les Ponts-de-Martel

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Foto: Cyrill Burri

10‘000 Gäste besuchen jährlich Les Ponts-de-Martel

Die Machbarkeitsstudie der Firma Thematis (Cultural Engineering) ist eindeutig: Das Torfmoorhaus hat ein grosses Erfolgspotenzial für ein Publikum, vor allem aus einem Umkreis von ungefähr 90 Minuten Anreisezeit zu Les Ponts-de-Martel.

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Die Besucherfrequenz wird im ersten Betriebsjahr auf 6‘500 bis 7‘500 Personen geschätzt.

Auf lange Sicht und dank zusätzlichen Aktivitäten wird eine Frequenz von 10‘000 Personen/Jahr angestrebt.

Dieser regionale Touristenzufluss wird einen positiven Einfluss auf das lokale Gewerbe und die Attraktivität der Gemeinde haben.

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Foto: Tourismus NE

Eine geschützte Landschaft und Natur

Seit 1987 ist der Schutz der Moore in der Bundesverfassung verankert. Deshalb ging der Rückgang ihrer Fläche langsamer vonstatten, denn der Torfabbau wurde verboten. Die ökologische Qualität und die Funktionsweise dieser Lebensräume verschlechtern sich aber trotz Unterschutzstellung weiter.

Das Torfmoorhaus möchte darauf reagieren und die vom Kanton begonnen Regenerationsarbeiten im Moor unterstützen. Gleichzeitig sollen der Bevölkerung die Besonderheiten dieses Lebensraums mittels interaktiver Ausstellungen im Informationszentrum gezeigt werden.

Aufgrund ihrer Seltenheit liegen uns Fauna und Flora der Moore am Herzen. Es gibt eine Vielzahl von Arten von Libellen, Schmetterlingen, Spinnen und Käfern. Neben diesen wirbellosen Tieren leben im Moor auch Grasfrösche, Waldeidechsen und Kreuzottern.

 

Auch die Flora ist einzigartig. Ausser den Torfmoosen wachsen auch Wollgräser und der rundblättrige Sonnentau, eine für Moore typische fleischfressende Pflanze.

 

Im Laufe der Jahre wurden die von diesem Biotop abhängigen Arten immer seltener, die Regenerationsmassnahmen haben jedoch bereits Wirkung gezeigt. So ist z.B. eine „die grosse Moorjungfer“ genannte Libellenart wieder zurückgekehrt.

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Foto: Sébastien Tschanz

Gesunde und stärkende Luft

Das Torfmoor von Les Ponts-de-Martel ist das grösste zusammenhängende Moor in der Schweiz. Wenn es revitalisiert und unterhalten wird, kann eine so grosse sumpfige Oberfläche viel CO2 binden. Ohne Revitalisierung und Unterhalt stösst das Torfmoor aber CO2 aus anstatt es zu binden.

Zusätzlich zum Kampf gegen den Klimawandel kann das Torfmoor also die Luftqualität des Dorfes und seiner Umgebung verbessern.

Die Luftqualität hat einen grossen Einfluss auf die Gesundheit der Bevölkerung: Bei jedem Einatmen gelangen Stickstoffdioxid, Ozon und Feinstoffpartikel in unsere Atemwege und Lungen.

 

Gemäss dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) sind durch Luftverschmutzung verursachte Herz-Kreislauf- oder Atemwegskrankheiten weit verbreitet. Deswegen gibt es immer mehr Bronchitis bei Kindern und chronische Bronchitis bei Erwachsenen.